Was die Gleichberechtigung der Frau angeht, haben wir in Deutschland in den letzten vierzig Jahren große Fortschritte gemacht. Eine erfreuliche Entwicklung, man stelle sich einmal eine demokratische Gesellschaft ohne die Gleichheit aller seiner Bürger vor. Im Rahmen der Emanzipation wurde aber gerade hierzulande Lande Gleichberechtigung mit Gleichmacherei verwechselt. Flirten auf der Arbeit ist genauso unerwünscht wie die traditionelle Hausfrau am Herd – ob freiwillig oder nicht.

Die zwanghafte Homogenisierung der Geschlechter funktioniert nicht wie sie soll. Frauen und Männer leiden gleichermaßen darunter. Die einen wollen den Gentleman zurück, die anderen geben komplett auf und suchen sich ihren Partner im Ausland. Es ist kein Zufall, dass die, eigentlich als überwunden geltenden, traditionellen Werte wieder im Kommen sind. Darf man ausländischen Stimmen glauben schenken, ist es auch um das deutschen Schlafzimmer nicht gut geschehen. Denn…

…guter Sex braucht klare Rollenverteilung

 Erotik lebt vom Gegensatz der Geschlechter. Sonst hätte der liebe Gott anstatt Adam und Eva Adam und Peter geschaffen. Für den Sex bedeutet das vor allem eines: Der Mann muss im Bett die Zügel in die Hand nehmen.

Das braucht – anders als es auch den ersten Blick scheinen mag – die Zusammenarbeit beider Geschlechter. Zum einen darf es dem Mann nicht peinlich sein zu seinen Wünschen und Bedürfnissen zu stehen. Er muss sich also ein ordentliches Paar Eier wachsen lassen. Zum anderen muss die Frau ab einem bestimmten Zeitpunkt die Entscheidungsgewalt an ihren Partner abgeben. Etwas, dass ihr seid Jahren von unserer Gesellschaft verboten wird.

Die Südländer haben uns zumindest im zweiten Punkt einiges voraus. Das langweilige, politisch korrekte Liebesleben hat bei ihnen nie wirklich Fuss gefasst. Wer einmal eine Brasilianer/in im Bett erlebt hat, weiss wovon ich rede. Aber keine Sorge, auch in Deutschland wird es wieder kommen, da bin ich mir sicher. Sex ist nun mal zu schön um schlecht zu sein.

Print Friendly, PDF & Email